louisatheresa nur wenn ich es will Pille danach

Dieser Beitrag ist eine bezahlte Partnerschaft im Rahmen einer Aufklärungskampagne für die Pille Danach.

Letztens saß ich mal wieder mit meinen Freundinnen bei einem Glas Wein ist unserer Küche. Das war schon immer unser liebster Ort, um über alle möglichen Themen zu sprechen: das Leben, Freundinnen, Job, Uni, Männer. Dabei ist uns aufgefallen, dass wir mittlerweile schon seit über vier Jahren in Hamburg leben. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verfliegt. Ich kann mich noch zu gut an den Umzug und die ersten Wochen erinnern. Das Abitur in der Tasche, die Ausbildung beginnt. Neue Stadt, zig neue Gesichter, unbekannte Persönlichkeiten. Menschen, die zu Freunden werden und auch die, die man wieder verliert. Eine schöne Zeit. Eine aufregende Zeit. Aber auch eine Zeit, die schwierige Momente mit sich bringt.

Nicht immer ist es einfach, in einer neuen Stadt, in der man nicht ein einziges Gesicht kennt, Fuß zu fassen. Man muss lernen, Menschen zu vertrauen und gleichzeitig vorsichtig zu sein. Man muss seine Menschenkenntnis ausbauen und ein Gefühl dafür entwickeln, wer Freund und wer Feind ist. Grade als junge Frau ist es wichtig, ein Gefühl von Sicherheit zu haben.

Nicht nur einmal muss man innerlich über seinen Schatten springen. Man muss freundlich, offen, selbstsicher sein. Aber vor allem muss man die richtigen Entscheidungen treffen und lernen, auf sein Bauchgefühl zu hören.

Mission: Neue Leute kennenlernen

Ich erinnere mich noch zu gut an eine Partynacht, kurz nachdem ich nach Hamburg gezogen bin. Es war Freitagabend, 21 Uhr, ich wollte losgehen. Etwas erleben, neue Leute kennenlernen. Also machte ich mich auf den Weg zur Houseparty vom Bekannten vom Freund einer Kollegin. Ich kam an, in einer großen Wohnung in Hamburg Eppendorf. Überall standen Leute in Gruppen zusammen, tranken Wein, spielten Bierpong, redeten. Der deutliche Männerüberschuss wurde schnell klar, scheinbar hatte der Gastgeber hauptsächlich seine Freunde aus dem Maschinenbaustudium eingeladen. Ich nahm also meinen Job, neue Freunde kennenzulernen, ernst und mischte mich unters Volk.

Erster Schritt: Smalltalk. Wo kommst du her? Was hat dich nach Hamburg gebracht? Gefällt es dir? Oberflächlichkeiten werden ausgetauscht. Grade das ist mir am Anfang wirklich schwergefallen. Zuhause hatte ich einen großen Freundeskreis, mit den meisten bin ich zur Schule gegangen, kannte sie schon ewig und wusste jedes Detail des anderen. Das ändert sich in einer neuen Stadt natürlich. Plötzlich ist man die Neue. Muss sich alles selbst neu aufbauen. Und nicht nur einmal geht ein Gespräch eben nicht über die klassischen fünf Smalltalk-Fragen hinaus. Entweder merkt man schnell, dass das Gegenüber überhaupt nicht zu einem passt, man ist nicht in der Stimmung für langweilige Gespräche oder die Umgebung ist schlicht und einfach zu laut. Versteht mich hier nicht falsch. Ich liebe es neue Leute kennenzulernen, deren Geschichten zu erfahren und neue Dinge zu lernen. Aber auch das ist einfacher, wenn man ein festes Umfeld hat, auf das man sich verlassen kann. Man weiß, dass die eigenen Leute schnell erreichbar sind und muss nicht auf Krampf Freunde finden. Dennoch waren ein Paar der Mädels ganz nett und nahmen mich in ihrem Kreis auf. Ich trank an dem Abend das ein oder andere Glas Wein, um locker zu werden und ein paar meiner Hemmungen zu verlieren.

Sich frei fühlen

Dann kam dieser Typ durch die Tür. Groß, breit gebaut, dunkle Haare, gut gestylt – kurz: genau mein Geschmack. Er lächelte mich an, etwas verschmitzt und begrüßte mich mit einem knappen „Hi, wir kennen uns gar nicht.“ „Stimmt“, sagte ich „Ich bin erst vor kurzem nach Hamburg gezogen.“ In seinen Augen blitzte etwas auf, dass wohl so etwas wie „Oh, Frischfleisch“ hieß. In dem Moment merkte ich das aber natürlich nicht, sondern war geblendet von seinem schönen Lächeln. Wir kamen ins Gespräch, er versorgte mich mit immer mehr Wein und machte mir Komplimente. Was um mich herum passierte hatte ich zu dem Zeitpunkt schon komplett ausgeblendet. Umso später es wurde, umso körperlich näher kamen wir uns. Irgendwann fingen wir an uns zu küssen. Es war ein schönes Gefühl. Ich fühlte mich frei – neue Stadt, weit weg von zuhause, die erste Party, Wein, dieser süße Typ, der mir durchs Haar streicht. Ich konnte machen, was ich will. Ich ließ mich fallen, ließ mich komplett auf ihn ein. Er flüsterte mir ins Ohr, dass ich ihm folgen sollte. Das tat ich natürlich nur liebend gern. Wir landeten auf irgendeinem Bett in der fremden Wohnung. Wir knutschten weiter, er schob meine Bluse hoch, kam mir immer näher.

Bis ich plötzlich innerlich aufwachte und dachte nein, das geht mir zu weit! Das fühlt sich nicht mehr richtig an. Ich kenne ihn doch gar nicht. Ich möchte nicht mehr. Grade rechtzeitig konnte ich noch nein sagen, mich von ihm verabschieden und so schnell wie möglich die Party verlassen. Ich war wieder Herr meiner Gedanken.

Ich darf NEIN sagen

Mittlerweile habe ich gelernt, meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Ich bestimme, mit wem ich ins Gespräch komme, wen ich date, wem ich näherkomme. Ich habe ein Selbstbewusstsein entwickeln, das es mir erlaubt, klar und deutlich NEIN zu sagen. Ich lasse mich zu nichts drängen.

Doch wie vielen Menschen fehlt heutzutage noch immer dieses Selbstbewusstsein? Wie vielen fällt es in solchen Situationen schwer, nein zu sagen? Vor allem wenn dazu noch Alkohol im Spiel ist. Man wird schnell leichtsinnig, lässt sich auf etwas ein, was man mit klarem Kopf niemals machen würde. Am nächsten Morgen wacht man in einem völlig fremden Bett auf, neben einem fremden Partner und weiß im schlimmsten Fall nicht mal mehr, wie man dort hingekommen ist.

Die Pille Danach

In meinem selbstbewussten Handeln bestärkt mich aber vor allem das Wissen, dass ich im Falle einer Verhütungspanne keine Panik bekommen muss. Heutzutage ist die Pille Danach für Frauen in Deutschland rezeptfrei verfügbar und schützt in den allermeisten Fällen vor einer ungewollten Schwangerschaft. Kaum zu glauben, aber dieses Wissen haben nur etwa 60 Prozent aller Frauen im Alter von 16 und 39 Jahren. Und was mich am meisten überrascht: in Deutschland kommt es jährlich zu 200.000 ungewollten Schwangerschaften. Eine riesige Zahl meiner Meinung nach! Dabei muss es gar nicht erst dazu kommen. Denn sollte man also doch mal, warum auch immer eine Verhütungspanne haben, kann man zur nächsten Apotheke gehen. Die Pille Danach gibt es rezeptfrei auch nachts oder am Wochenende in jeder Apotheke. Außerdem ist an den Gerüchten, dass die Pille Danach mit wahnsinnig vielen Nebenwirkungen verknüpft ist, nichts dran. Auch kursieren Mythen über die Wirkweise der Pille Danach. Dabei ist wichtig: Bitte nicht mit der Abtreibungspille verwechseln. Die Pille Danach verschiebt lediglich den Eisprung um 5 Tage, was der Lebensdauer von Spermien im weiblichen Genitaltrakt entspricht – d.h.es findet erst gar keine Befruchtung statt. Macht euch also keine Sorgen!

Niemand hat gesagt, dass ein Neuanfang einfach ist. Aber man kann das Beste daraus machen. Also Mädels, entscheidet selbst! Ob, wann und mit wem ihr schwanger werdet! Seid selbstbewusst, stark und vertraut euch! Vertraut eurem Gefühl und macht nur das, was sich für EUCH richtig anfühlt. Lasst euch zu nichts drängen. Ihr seid euer eigener Chef. Ganz nach dem Motto #nurwennicheswill

Und jeder Mann, der das nicht versteht, ist es sowieso nicht wert.

Love,
Louisa

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